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Nullhypothese H0: Die Menschen mit einseitigem Migrationshintergrund sehen keine Notwendigkeit darin, von Unternehmen aufgrund ihrer Multikulturalität besonders behandelt zu werden.
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Alternativhypothese H1: Menschen mit einseitigem Migrationshintergrund sehen sich an als etwas Besonderes und wünschen sich demnach auch, von Unternehmen als solches behandelt zu werden.
Zur Untersuchung dieser Hypothese werden die Antworten der Teilnehmer mit einseitigem Migrationshintergrund auf die Fragen 9 und 14 des Fragebogens untersucht.
Die Abbildung unten zeigt die Antworten der Teilnehmer mit einseitigem Migrationshintergrund auf die Frage nach ihrem Selbstverständnis. 15 Teilnehmer gaben an, sich als Deutsche zu fühlen. Sechs Teilnehmer gaben an, sich als Deutscher unter den Deutschen und Bürger des Herkunftslandes des nichtdeutschen Elternteils unter solchen zu fühlen (diese wurde in der Fragestellung aus technischen Gründen als „Ausländer“ bezeichnet), demnach fühlten sich sechs Teilnehmer also in beiden Kulturen heimisch. Fünf Teilnehmer aber gaben an, sich in beiden Kulturen fremd zu fühlen, da sie sich als Ausländer unter den Deutschen und als Deutscher unter den Ausländern fühlen. 12 Teilnehmer gaben an, sich sowohl anders als die Deutschen als auch anders als die Ausländer zu fühlen.

Wenn man diejenigen Teilnehmer, die „anders als die Deutschen, anders als die Ausländer“ oder „Ausländer unter den deutschen und Deutscher unter den Ausländern“ gewählt haben, zusammennimmt erhält man zwar eine Mehrheit, von der man sagen kann, sie fühle sich als besondere, außergewöhnliche Bürger Deutschlands, diese Mehrheit ist aber nicht eindeutig genug um eine der Hypothesen beizubehalten oder zu verwerfen. Aus diesem Grund werden zusätzlich die Antworten der Teilnehmer mit einseitigem Migrationshintergrund auf Frage 9 untersucht.

Allerdings liefern die Antworten auch hier kein eindeutiges Bild. Zehn Teilnehmer gaben zwar an, sie würden sich wünschen, dass Unternehmen ihr Angebot an die besonderen Bedürfnisse von Personen multikulturellen Hintergrunds anpassen würden, zwölf Personen verneinten dies allerdings. 16 Teilnehmer mit einseitigem Migrationshintergrund waren sich bei dieser Frage nicht eindeutig sicher und antworteten mit „Weiß nicht“.
In diesem Fall wird also die Alternativhypothese H1 verworfen. Es konnte nicht festgestellt werden, dass sich Menschen mit einseitigem Migrationshintergrund eindeutig wünschen, dass Unternehmen sie aufgrund ihrer Multikulturalität besonders behandeln.
Aber auch hier fällt die Korrelation der Antworten der Frage 9 zu den Antworten auf die Frage 6 auf. In der Abbildung unten wird dies deutlich. In der Gruppe, die Werte kleiner als vier bei der Frage nach dem Stolz auf ihre multikulturelle Herkunft angab, gaben 55% an, sich als Deutsche zu fühlen. 27% sagten, sie fühlen sich anders als die Deutschen und anders als die Ausländer. Bei denen, die sagten, sie fühlten sich nicht so sehr verbunden mit anderen biethnischen Deutschen (Werte <4 bei Teil 2 der Frage 6), gaben 50% an, sich als „normale“ Deutsche zu fühlen. Anders war dies bei den Antworten der beiden „Gegengruppen“. Von denjenigen, die den Stolz auf ihre multikulturelle Herkunft mit 4 oder 5 bewerteten, gab 1/3 an, sich sowohl anders als die Deutschen als auch anders als die Ausländer zu fühlen. Bei denjenigen Teilnehmern, die angaben, sich mit anderen Menschen mit einseitigem Migrationshintergrund verbunden zu fühlen, war dies sogar die Hälfte der Antworten.
